Münchens Status als Residenz der Herrschenden lässt sich mehr als 600 Jahre zurückverfolgen. In den vielen Jahrhunderten kann vor allem die Münchner Residenz viele Geschichten erzählen. Durch die vielen Herzöge, Kurfürsten und Könige Bayerns wurde das Stadtschloss Stück für Stück erweitert und umfasst heute eine Fläche von etwa 40.000 Quadratmetern. Unterschiedlichste Architekten, wie z.B. Friedrich Sustris, Joseph Effner und Leo von Klenze entwarfen nach und nach neue Bauten und ließen dabei Stilmittel aus der Renaissance, dem Barock, Rokoko und Klassizismus einfließen.
Doch auch andere Bauwerke zeugen in München von der langen Herrschertradition. Der Friedensengel wurde beispielsweise als Symbol des Friedens zum 25-jährigen Jubiläum des Endes des Deutsch-Französischen Krieges errichtet. Nur etwa 700 Meter Luftlinie entfernt befindet sich das Maximilianeum. Zunächst als Sitz der Studienstiftung sowie als Heimat der historischen Galerie und der königlichen Pagenschule gedacht, beherbergt das Maximilianeum inzwischen auch den Bayerischen Landtag. Somit zeigt sich auch, dass noch heute in München politische Entscheidungsträger aktiv sind. Auch die Bayerische Staatskanzlei ist dafür ein gutes Beispiel, denn heutzutage befinden sich hier vielzählige Büros und Beamte, die den Ministerpräsidenten und die Staatsregierung unterstützen. Wie die Residenz hat sich auch die Staatskanzlei über die Jahrhunderte immer wieder gewandelt und neue Funktionen ausgeübt.